Japan-Blogger
informieren Reisende und die alte
Heimat
Die Medien-Revolution ist in vollem Gang. "Aus Massen-Medien werden Medien-Massen" schrieb kürzlich ein kluger Kopf und spielte darauf an, dass die Zeit der alten Medien-Monopole vorbei ist. Waren Japan-Reisende noch vor 15 Jahren auf einen guten gedruckten Reiseführer und auf kompetente Beratung in Reisebüro und Tourismusamt angewiesen, so schauen sie heute einfach ins Internet und informieren sich aus dem schier endlosen Angebot an Online-Quellen.
Wer kann, der darf, gilt heute als Medien-Grundsatz im Internet. Hunderttausende Menschen auf der Welt sind längst selber "Verleger", sie veröffentlichen ihre Gedanken, ihr Wissen, ihre Erfahrungen regelmäßig in sogenannten Blogs. Das Wort ist die Abkürzung für Weblogs – und diese Weblogs sind in ihrer ursprünglichen Form so etwas wie offene Online-Tagebücher, in die jeder Interessierte schauen darf. Oft werden Blogs von Experten geschrieben, die vom jeweiligen Blog-Thema richtig viel Ahnung haben.
Das gilt auch für das Thema "Japan". Wer sich heute für Japan interessiert, für den können Japan-Blogs wichtige Informations- und Inspirationsquellen sein. Oft sind es Europäer, die in Japan leben und ihrer alten Heimat über das neue Leben in Fernost berichten. Diese bloggenden Neu-Japaner haben oft gute Insider-Tipps parat, wissen, was man in der Freizeit macht, kennen die wichtigen "Überlebens"-Tricks und beschreiben das Leben in Japan aus Sicht des Zugezogenen. Sie nehmen damit die Perspektive des Japan-Besuchers ein.
Wer Japan-Blogs sucht, gibt in Google einfach drei Begriffe ein, und fängt dann mit dem Lesen an. Oder klicken Sie einfach einmal hier.

Ein lesenswertes Blog ist beispielsweise Matthias Reichs Tabibitos Japan-Almanach (Bild). Der 35jährige Matthias stammt aus der Mark Brandenburg und lebt mit Familie seit 2005 in der Präfektur Chiba. Er arbeitet als Manager bei einem japanischen Internet-Portal und schreibt nebenbei das excellenteTabibito-Blog. Tabibito heißt übrigens „Reisender“, und das Blog ist Teil eines umfassenden 100-seitigen Informationsangebots über Japan.
Das Blog TokyoFotoSushi wird von Fritz Schumann, einem jungen Fotografen aus Berlin, geführt. Fritz kam mit 21 Jahren nach Abitur und Zivi für ein Jahr nach Japan um ein Working Holiday zu machen. Zu Anfang konnte er sich nicht vorstellen, den größten Teil seines Einkommens mit Fotografie für deutsche Medien und Auftraggeber in Tokyo zu bestreiten (auch weil er komplett ohne Japanisch-Kenntnisse ankam) doch es hat funktioniert. Neben seinen Recherchen, Reportagen und Reisen durch Japan, beschäftigt sich Fritz im Blog vor allem mit dem jungen Tokyo, der Kunst- und Musikszene und liefert ausführliche Texte und Bilder. Der Name "TokyoFotoSushi" ist Programm: Japan häppchenweise. Fritz' Zeit in Tokyo ist zwar zunächst vorbei, doch Japan-Geschichten wird es in seinem Blog weiterhin geben.
Matthias, Fritz und die anderen deutsch-japanischen Blogger berichten immer wieder Interessantes aus Fernost. In deutsche Sprache. Eine gute Quelle für englischsprachige Japan-Blogs ist übrigens die Japan Blog List.
Der große Nachteil an der Quelle "Blog" soll auch nicht verschwiegen werden: Der Leser muss ein gutes Gespür entwickeln für zuverlässige Autoren, für verlässliche Informationen und für die Stimmigkeit der Aussagen. Blogs sind meist sehr persönlich geschrieben, die Informationen sind nicht immer zuverlässig auf ihre Richtigkeit geprüft. Denn am Ende werden Blog-Autoren für ihre Arbeit in aller Regel nicht bezahlt.
PS: Ein interessantes Blog-Projekt läuft in der Schweiz. Auf www.newsbento.ch werten zwei Japanologie-Absolventen aus Zürich regelmäßig die japanischen Medien aus und übersetzen wichtige Nachrichten und Hintergrundinformationen ins Deutsche. Der Service ist tagesaktuell und nennt sich schön doppeldeutig "Take-Away für News aus Asien". Übrigens: Man sagt "das Blog", das Blog gilt tatsächlich als sächlich.
Die Medien-Revolution ist in vollem Gang. "Aus Massen-Medien werden Medien-Massen" schrieb kürzlich ein kluger Kopf und spielte darauf an, dass die Zeit der alten Medien-Monopole vorbei ist. Waren Japan-Reisende noch vor 15 Jahren auf einen guten gedruckten Reiseführer und auf kompetente Beratung in Reisebüro und Tourismusamt angewiesen, so schauen sie heute einfach ins Internet und informieren sich aus dem schier endlosen Angebot an Online-Quellen.
Wer kann, der darf, gilt heute als Medien-Grundsatz im Internet. Hunderttausende Menschen auf der Welt sind längst selber "Verleger", sie veröffentlichen ihre Gedanken, ihr Wissen, ihre Erfahrungen regelmäßig in sogenannten Blogs. Das Wort ist die Abkürzung für Weblogs – und diese Weblogs sind in ihrer ursprünglichen Form so etwas wie offene Online-Tagebücher, in die jeder Interessierte schauen darf. Oft werden Blogs von Experten geschrieben, die vom jeweiligen Blog-Thema richtig viel Ahnung haben.
Das gilt auch für das Thema "Japan". Wer sich heute für Japan interessiert, für den können Japan-Blogs wichtige Informations- und Inspirationsquellen sein. Oft sind es Europäer, die in Japan leben und ihrer alten Heimat über das neue Leben in Fernost berichten. Diese bloggenden Neu-Japaner haben oft gute Insider-Tipps parat, wissen, was man in der Freizeit macht, kennen die wichtigen "Überlebens"-Tricks und beschreiben das Leben in Japan aus Sicht des Zugezogenen. Sie nehmen damit die Perspektive des Japan-Besuchers ein.
Wer Japan-Blogs sucht, gibt in Google einfach drei Begriffe ein, und fängt dann mit dem Lesen an. Oder klicken Sie einfach einmal hier.

Ein lesenswertes Blog ist beispielsweise Matthias Reichs Tabibitos Japan-Almanach (Bild). Der 35jährige Matthias stammt aus der Mark Brandenburg und lebt mit Familie seit 2005 in der Präfektur Chiba. Er arbeitet als Manager bei einem japanischen Internet-Portal und schreibt nebenbei das excellenteTabibito-Blog. Tabibito heißt übrigens „Reisender“, und das Blog ist Teil eines umfassenden 100-seitigen Informationsangebots über Japan.
Das Blog TokyoFotoSushi wird von Fritz Schumann, einem jungen Fotografen aus Berlin, geführt. Fritz kam mit 21 Jahren nach Abitur und Zivi für ein Jahr nach Japan um ein Working Holiday zu machen. Zu Anfang konnte er sich nicht vorstellen, den größten Teil seines Einkommens mit Fotografie für deutsche Medien und Auftraggeber in Tokyo zu bestreiten (auch weil er komplett ohne Japanisch-Kenntnisse ankam) doch es hat funktioniert. Neben seinen Recherchen, Reportagen und Reisen durch Japan, beschäftigt sich Fritz im Blog vor allem mit dem jungen Tokyo, der Kunst- und Musikszene und liefert ausführliche Texte und Bilder. Der Name "TokyoFotoSushi" ist Programm: Japan häppchenweise. Fritz' Zeit in Tokyo ist zwar zunächst vorbei, doch Japan-Geschichten wird es in seinem Blog weiterhin geben.
Matthias, Fritz und die anderen deutsch-japanischen Blogger berichten immer wieder Interessantes aus Fernost. In deutsche Sprache. Eine gute Quelle für englischsprachige Japan-Blogs ist übrigens die Japan Blog List.
Der große Nachteil an der Quelle "Blog" soll auch nicht verschwiegen werden: Der Leser muss ein gutes Gespür entwickeln für zuverlässige Autoren, für verlässliche Informationen und für die Stimmigkeit der Aussagen. Blogs sind meist sehr persönlich geschrieben, die Informationen sind nicht immer zuverlässig auf ihre Richtigkeit geprüft. Denn am Ende werden Blog-Autoren für ihre Arbeit in aller Regel nicht bezahlt.
PS: Ein interessantes Blog-Projekt läuft in der Schweiz. Auf www.newsbento.ch werten zwei Japanologie-Absolventen aus Zürich regelmäßig die japanischen Medien aus und übersetzen wichtige Nachrichten und Hintergrundinformationen ins Deutsche. Der Service ist tagesaktuell und nennt sich schön doppeldeutig "Take-Away für News aus Asien". Übrigens: Man sagt "das Blog", das Blog gilt tatsächlich als sächlich.

