Die Regierung erneuert die „Visit Japan“-Kampagne

Im achten Jahr erhält Japans staatliche Tourismus-Kampagne ein neues Logo und einen neuen Slogan: Die stilisierte Kirschblüte vor der aufgehenden Sonne verkörpert künftig Japans ehrgeizigen Plan, die Zahl der internationalen Besucher bis zum Jahr 2019 auf 25 Millionen und danach auf 30 Millionen zu steigern. Der Slogan dazu heißt: „Japan. Endless Discovery“ . Übersetzen könnte man den Slogan mit: „Japan. Entdeckungen ohne Ende.“ Die Botschaft dahinter ist klar: Ein Besuch reicht nicht aus, um die Natur, die Kultur, die Geschichte und die Gegenwart des faszinierenden Landes zu erforschen und zu erleben.

Die Kampagne der Regierung wurde 2003 begonnen, nachdem die Tourismuswirtschaft als strategisches Wachstumsfeld mit zentraler Bedeutung identifiziert worden war. Das erste Ziel, die Zahl der internationalen Besucher bis zum Jahr 2010 von fünf auf zehn Millionen zu verdoppeln, liegt nun in greifbarer Nähe. Alle Statistiken deuten darauf hin, dass das Ziel von „Visit Japan“ in diesem Jahr erreicht werden wird.


Das Budget der Tourismus-Kampagne verwaltet das Ministerium für Land, Inneres und Transport und Tourismus. Dieses hat mittlerweile zum Wettbewerb aufgerufen und sprach der staatlichen japanischen Fremdenverkehrszentrale JNTO für das aktuelle Finanzjahr nur noch die Mittel für Veranstalterkooperationen zu. Das Anzeigen-Budget ging an eine japanische Werbeagentur, die ihre Planung nun dem Ministerium vorlegt. Inwieweit diese Agentur in Deutschland Fachpresse und Veranstalter einbezieht, ist derzeit noch nicht bekannt.
 
Sicher ist, dass JNTO Frankfurt einige Veranstalterkooperationen auflegen wird. Vor allem mit den großen Leitveranstaltern wie Gebeco und DERTOUR, auch mit FTI Touristik, die Japan wieder aufnehmen, aber auch mit den Asien-Spezialisten, die beträchtliches Wachstumspotenzial haben. Möglich sein werden Schaufensterdekorationen, Fam-Trips und Roadshows. Auch ein komplett neues Japan-Magazin für Konsumenten wird JNTO wahrscheinlich gegen Ende des Jahres auf den Markt bringen.
 
In Deutschland sieht die Japanische Fremdenverkehrszentrale auch in den nächsten Jahren eine kontinuierlich steigende touristische Nachfrage für Japan – man geht von 5 Prozent Wachstum pro Jahr aus, gestützt auf positive Rückmeldungen von den Reiseveranstaltern.  
 
Die „Visit Japan“-Kampagne wird bis 2019 weiter laufen. Ein Großteil der Budgets wird in den asiatischen Märkten investiert werden. Aber auch Deutschland wird berücksichtigt, wenn auch in geringerem Umfang. Allerdings wird sich JNTO bei der Vergabe der Budgets künftig gegen konkurrierende Konzepte aus der Industrie durchsetzen müssen. Insofern gibt es also keine Mittelkürzungen für Deutschland, nur der ausführende Partner des Ministeriums kann künftig neben JNTO auch ein anderer sein.