IM GESPRÄCH: Matthias Schwotzer, Marco Polo Reisen
Matthias Schwotzer, 40, zeichnet seit 1999 als Prokurist für Marco Polo „Individuelle Reisen ohne Gruppe“ verantwortlich. Dieses exklusive Produkt aus dem Hause Marco Polo bietet perfekt organisierte Entdeckerreisen ohne Gruppe. Die Gäste sind nur mit ihrem Partner, mit der Familie oder Freunden unterwegs, begleitet von ihrem persönlichen Marco-Polo-Scout und meist im Wagen mit eigenem Fahrer. Im Angebot von Marco Polo Individuell ist auch eine 12-tägige Japanreise – hier sind die Gäste allerdings nicht im Pkw, sondern per Bus und Bahn unterwegs.

blocks_image
Ihr Tipp für Japan?

Japan in Ryokans, also traditionellen japanischen Gästehäusern, entdecken. Schon bisher hatten unsere Gäste die Wahl zwischen drei verschiedenen Hotelkategorien. In der Saison 2010 können sie sich jetzt auch für Übernachtungen in Ryokans entscheiden. Das lässt eine Reise nach Japan zusätzlich zum Erlebnis werden. Denn hier schlafen die Gäste beispielsweise auf Futons, traditionellen Baumwollmatten, die direkt auf dem Fußboden ausgerollt werden. Weil soviel auf dem Fußboden passiert – schlafen, sitzen, essen – müssen die Straßenschuhe draußen bleiben. Stattdessen gibt es für drinnen drei Sorten Schuhe: Hausschlappen, WC-Schlappen und für den Garten Holzpantinen. Die Zimmer sind mit Tatami-Matten ausgelegt und mit Tisch, Stuhl und Schrank eher spärlich eingerichtet. Dafür darf die Nische mit dem Blumengesteck und dem Kakemono an der Wand nicht fehlen – einem Rollbild mit elegant fließenden Schriftzeichen. Traditionell ist auch das Frühstück: Da kann es schon mal gebratenen Fisch am Morgen geben. Also, wer in das traditionelle Japan eintauchen möchte, für den sind Ryokans ein Muss.

Aktuelle Trends im Japantourismus?

Immer beliebter – auch bei unseren Gästen – wird eine Badeverlängerung auf Okinawa. Diese ganz im Süden des japanischen Archipels gelegene Insel ist das Hawaii Japans. Hier kann man die japanische Kultur vor einer traumhaften Naturkulisse mal anders erleben und relaxte Badetage nach seiner Japanrundreise verbringen. Während die Tropeninsel im Norden mit weißen Sandstränden, Palmen und unberührten Tauchgründen lockt, wartet im Süden mit der quirligen Hauptstadt Naha lange Geschichte, viel Kultur und Genuss auf den Besucher. Und schaden kann ein Aufenthalt auf Okinawa auf keine Fälle – gilt Okinawa doch als die „Insel der Hundertjährigen“. Hier werden die Menschen besonders alt – ob’s an den Algen liegt, die man hier gerne ist, oder gar am beliebten Awamori-Schnaps, wer weiß?

Ihre Empfehlung für Tokio?

Augen offen halten und über die unglaublich aufgestylten jungen, freakigen Japanerinnen und Japaner staunen, die geschminkt, mit grell gefärbten Haaren und Fantasieklamotten an vielen Plätzen der Stadt posen. Abends mal in ein Izakaya gehen, eine Art Pub, in dem man um Tische oder an der Bar zusammensitzt. Man bestellt gemeinsam das Essen, von dem sich dann jeder bedient, und trinkt das eine oder andere Bier dazu. Und ein Streifzug durch das neue In-Viertel Yanaka, ein Altstadtviertel, das im Zweiten Weltkrieg den Bomben entkommen ist und das gerade wiederentdeckt wird.



SRM-MP_100_4c-BD_kl



Japan mit Marco Polo Individuell



Tokio-Scout

Am Flughafen in Tokio holt Sie Ihr persönlicher Marco Polo-Scout ab und bringt Sie ins Hotel. Je nachdem für welche Kategorie Sie sich entscheiden, wartet ein Standard-, Superior- oder Deluxe-Hotel auf Sie – oder ein traditionelles Ryokan. Während Ihrer Stadttour parlieren Sie mit Ihrem Scout auf Englisch, gegen Aufpreis auch auf Deutsch. Sie sehen das Asakusa-Viertel und marschieren durchs Donnertor zum Kannon-Tempel. Abends lockt die Glitzerwelt der Ginza.

Auf Ihrer Tour sind Sie – ganz Kyoto-Protokoll-gerecht – mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs: Mit der Bahn fahren Sie am zweiten Tag in die Kaiserstadt Nikko. „Sag niemals schön, wenn du Nikko nicht gesehen hast“ – das lässt doch einiges erwarten. Abends sind Sie wieder in Tokio.


Pagode


Shinkansen, Seilbahn und Samurai

Mit dem Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen fahren Sie Richtung Süden. Erste Station: der Hakone-Nationalpark mit dem berühmten Bergkegel Fuji-san. Mit Seil- und Zahnradbahn geht es am Fuß des heiligen Berges durch den Nationalpark und später per Boot über den Ashisee mit dem ultimativen Postkartenblick auf den Fuji. Aber es kommt noch bergiger: am nächsten Tag in den Japanischen Alpen. Ihr Scout zeigt Ihnen die alte Handelsstadt Takayama mit restaurierten Gassen und Kaufmannshäusern. Nächstes Ziel Kanazawa an der Nordküste. Auf den Spuren der japanischen Krieger erkunden Sie das Samurai-Viertel Nagamachi.

Kaiserstadt Kyoto

Dann sind Sie in Kyoto, der alten Kaiserstadt. Der Zen-Garten des Ryoan-Tempels, Goldener Pavillon, Nijo-Schloss? Sagen Sie, was Sie sehen wollen, Ihr Scout ist dabei! Zwei Tage haben Sie Zeit, eine der schönsten Städte des Fernen Ostens zu entdecken. Tauchen Sie abends in das Gion-Viertel ein. Gerne arrangiert Ihnen Ihr Scout auch einen musikalischen Abend mit einer Geisha. Eine Kaiserstadt fehlt jetzt noch: Nara. Keine Angst, die sehen Sie auch! Dann geht es nach Osaka, und von dort fliegen Sie zurück nach Europa.

Gehen oder bleiben?

Sie haben noch nicht genug von Japan gesehen? Sie können eine Badeverlängerung auf der traumhaften Insel Okinawa buchen. Oder Sie hängen eine Nacht in Nara dran und fahren dann per Bahn auf den heiligen Berg Koya-san. Ihr Scout zeigt Ihnen eine in den Bergwäldern verborgene Stadt aus buddhistischen Klöstern und Tempeln. Hier übernachten Sie in einem Kloster und können als Frühaufsteher die mystische Atmosphäre der Klosterandacht genießen. Übrigens können Sie auch schon vorher die Reise in Tokio um einige Tage verlängern. Und falls Sie noch andere Wünsche haben: Marco Polo Individuell passt seinen Routenvorschlag wann immer möglich an Ihre Vorstellungen an.

12 Reisetage mit JAL ab/bis Frankfurt, Abflug täglich, ab 4399

Mehr Informationen:
Marco Polo Reisen


Leute_2

Japan individuell entdecken - mit JAL und Marco Polo Reisen
blocks_image